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Neubau Produktionshalle für ein Holzbearbeitungswerk

Für ein Holzbearbeitungswerk wurde eine Produktionshalle für eine neue Hobel- und Keilzinklinie realisiert. Aufgrund der hohen Investitionskosten der Anlage war ein äußerst wirtschaftlicher Hallenbau erforderlich. Ziel war eine kostengünstige, zugleich architektonisch anspruchsvolle Lösung, die überwiegend mit Produkten aus eigener Herstellung umgesetzt werden sollte.

Die Tragstruktur besteht aus Brettschichtholzträgern sowie Stützen, Pfetten und aussteifendem Holzrahmenbau aus eigenem Konstruktionsvollholz. Auch die innenseitige Dachverkleidung zur Verbesserung der Raumakustik und die Fassadenkonstruktion stammen aus der eigenen Produktion. Das Dach ist aus Sandwichpaneelen mit Mineralwolldämmung ausgeführt, um die Anforderungen für eine Photovoltaiknutzung der Dachfläche zu erfüllen. Die Außenwände sind als folienfreier Holzrahmenbau mit hinterlüfteter Holzfassade konstruiert, der Massivbau folgt einem konsequent zirkulären Ansatz: Die Bodenplatte ist mit Schaumglasschotter gedämmt und stahlfaserbewehrt. So konnte trotz begrenztem Budget weitestgehend auf den Einsatz von Kunststoffen verzichtet werden konnte.

Am Übergang zwischen Firmengelände und Landschaftsraum gelegen, reagiert die Halle mit ihrer Fassadengestaltung auf den landschaftlichen Kontext. Der Entwurf bewegt sich bewusst zwischen rationalem Industriebau und einer ressourcenschonenden, architektonisch qualitätsvollen Konstruktion.

Ort: Pleß, Unterallgäu, DE
Maßnahme: Neubau
Fertigstellung: 2026
Fotos: Lisa Hempfer

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